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Ist emotionale intelligenz der schlüssel zu sportlicher leistung?

Bei den Ironman World Championships 2010 wurde Chris McCormack, der schließlich auch siegen sollte, von Andreas Raelert gejagt, der ihm auf den letzten Kilometern des Marathons immer näher und näher kam.

Sara Gross- Ironman-Siegerin, Doktorin der Frauengeschichte.

Bei den Ironman World Championships 2010 wurde Chris McCormack, der schließlich auch siegen sollte, von Andreas Raelert gejagt, der ihm auf den letzten Kilometern des Marathons immer näher und näher kam. Jeder der schon mal an einem Ironman teilgenommen hat, weiß, dass es meistens vorbei ist, wenn man auf der Laufstrecke eingeholt wird. Aber Macca war das egal.  

Von Triathleten hört man oft, dass McCormack Raelert an dem Tag durch seine mentale Stärke geschlagen hat. Das war sicher auch ein Faktor, aber ich würde gerne eine andere Interpretation in den Ring werfen: er hat aufgrund seiner emotionalen Intelligenz gewonnen.

Tatsächlich könnte emotionale Intelligenz (EQ) der Faktor sein, der einen guten Sportler von einem herausragenden Sportler unterscheidet. Ein Faktor, der erklären würde, warum zwei Menschen mit ähnlicher Vorbereitung und ähnlichem Talent zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse erzielen, wenn einmal der Startschuss gefallen ist.

WAS IST EMOTIONALE INTELLIGENZ?

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, Gefühle wahrzunehmen, sie zu bewerten und zu kontrollieren. Ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz gibt uns die Fähigkeit, unsere Emotionen zu nutzen und auszudrücken, sowie die Gefühle anderer wahrzunehmen und diese zu verstehen.

Aktiv an der Steigerung deiner emotionalen Intelligenz zu arbeiten – oder an deinem Emotionalen Quotienten (EQ), wie er auch oft genannt wird – könnte der geheime Schlüssel zu deinen zukünftigen Bestleistungen sein. 

Manche Experten sagen, dass ein hoher Grad an emotionaler Intelligenz wichtiger für den Erfolg im Leben sei, als ein hoher IQ (Intelligenzquotient). Ich würde behaupten, dass er auf jeden Fall ein wichtiger Faktor für den sportlichen Erfolg ist. Seien wir ehrlich, wir heilen da draußen keinen Krebs, aber das Maß, in dem ein Athlet seine Emotionen in den Griff bekommt und sie in qualitativ hochwertige Trainings und Rennen kanalisieren kann, wird sich auf die Wettkampfergebnisse auswirken. 

Lasst uns den Gedanken einmal genauer betrachten. Menschen mit einem hohen EQ verfügen über folgende Eigenschaften:

1. Die Fähigkeit erst nachzudenken und dann zu reagieren.

Eine Fähigkeit, die sowohl fürs Training als auch für Wettkämpfe extrem nützlich ist. Zum Beispiel wenn morgens dein Wecker klingelt, du müde bist und eigentlich überhaupt nicht schwimmen willst, dann schaltet sich die E.I. ein und du denkst: „Das ist nur weil ich gerade erst aufgewacht bin. Ich fühle mich immer besser, sobald ich im Schwimmbecken bin.“

Oder wenn dich ein Auto auf einer Radausfahrt schneidet und du anstatt zu schimpfen, zu fluchen und die restliche Fahrt vor Wut zu brodeln, ebendiese Wut in dein nächstes Intervall kanalisierst.

Oder denk an Macca bei der 2010er Ausgabe von „Ironwar“. Als ihm Raelert auf den Fersen war, spürte er auf jeden Fall ein starkes Unbehagen. Er fühlte da definitiv etwas. Und das was er fühlte war sicher nicht: „Jetzt hab ich Bock, richtig Gas zu geben.“ Aber er tat es trotzdem. 

2. Die Fähigkeit, „DEFCON 5“ zu vermeiden

Emotional intelligente Menschen reagieren nicht über, wenn etwas schiefläuft.

Kommen wir kurz zurück zum Ironman. Bei den Weltmeisterschaften 2007 fuhr ich gerade den windigen Queen K Highway hinauf, irgendwo in der Mitte des Frauenfeldes, als ich den Führenden der Männer und Vorjahressieger, am Straßenrand stehen sah.

Und er stand da nicht nur rum, er hatte einen kompletten Nervenzusammenbruch. Ich schaute zu, wie er ein Carbon-Laufrad mit voller Wucht auf die Lavafelsen knallte und laut „Scheiße!“ brüllte. Das war ein Mann, der überreagierte. 

Der Titelverteidiger hatte an dem Tag zwei Platten gehabt und die ganze Welt konnte seinen Zusammenbruch live im Fernsehen mitverfolgen. Als er sich schluchzend über sein Rad beugte, sagte der Kommentator: „DEFCON 5, totaler Shutdown“. 

Das US-Militär verwendet das DEFCON-System um den Status der Einsatzbereitschaft zu beschreiben. DEFCON 5 ist dabei die Stufe der niedrigsten Einsatzbereitschaft. An diesem Tag, nach zwei frustrierenden Plattfüßen, war dieser Mann nicht mehr einsatzbereit. Ihm fehlte es an emotionaler Intelligenz, um sich zu beruhigen und seine emotionale Energie in produktivere Kanäle zu lenken, ein Ersatzlaufrad des Rennsupport-Teams zu nehmen und weiterzumachen.

3. Selbstwahrnehmung

Selbstwahrnehmung ermöglicht uns prozessorientiert, anstatt ergebnisorientiert zu sein. Anstatt sich emotional auf den Sieg zu fixieren oder darauf, sich um x-Minuten zu verbessern oder um y-Prozent oder um was auch immer, kann eine emotional intelligente Person diese Fixierung als das betrachten, was sie ist und stattdessen das Training, das Draußensein und all das genießen, das wir am Sport lieben.

4. Empathie

Leute mit hohen EQs haben auch viel Empathie für andere. Diese Eigenschaft macht es uns möglich, uns mit tollen Menschen zu umgeben, die wir unterstützen und die im Gegenzug uns unterstützen. Wir alle wissen, wie wichtig eine gute Support-Crew am Renntag ist.

Ich hatte einen Trainer, der mich immer dazu anhielt, darüber nachzudenken, was ich in Gruppentrainings einbringe. Er stellte Fragen wie „Was tust DU, um deinen Trainingspartnern zu helfen? Welche Energie bringst du mit auf die Schwimmbahn?“ Wenn du deinen Trainingspartnern hilfst, das Beste aus sich rauszuholen, dann helfen sie dir auch dabei dein Bestes zu geben.

5. Wettkampftag-Skills

Ich glaube nicht, dass ich erklären muss, wie die Fähigkeit, Emotionen während der Rennwoche gut einzuschätzen und auszudrücken, von Vorteil sein kann. Nicht nur für den eigenen Wettkampf, sondern auch für die Nerven der oben erwähnten Support-Crew. 

Außerdem kann die Fähigkeit, in Wettkampfsituationen auf seine Instinkte zu hören, den Unterschied zwischen Sieg und Niederlage ausmachen, die eigenen Ziele zu erreichen oder im Sanitätszelt zu enden – sprich: DEFCON 5.

Hier ist eine kurze Checkliste für alle, die bereit dazu sind, ihren emotionalen Quotienten zu verbessern und das auch wirklich möchten. 

CHECKLISTE FÜR EMOTIONALE INTELLIGENZ BEI SPORTLERN

1. Akzeptiere Feedback von Trainern und Betreuern, die dir Gutes wollen.
2. Übernimm Verantwortung für dein Handeln im Training und am Wettkampftag.
3. Wenn du einen Fehler begehst, lass ihn schnell wieder hinter dir.
4. Sag „nein“, wenn du Entspannung, Schlaf und Erholung brauchst.
5. Sei Trainingspartnern und Betreuern gegenüber empathisch.
6. Mach dir klar, wieso du Energie in dein Training investierst und bleib dran.
7. Halte dir misslungene Trainings oder Wettkämpfe nicht vor.

Und wenn dich ein mieses Gefühl auf den letzten Kilometern deines Marathons (was für ein Marathon das auch immer sein mag) begleitet, bleib ruhig, lass das Gefühl zu und zieh dann trotzdem durch. 

Und lass niemals, egal was auch passiert, deinen Bereitschaft für ein Training oder für ein Rennen auf DEFCON 5 sinken. Das führt nämlich zu rein gar nichts.

ÜBER SARA GROSS

Sara Gross ist zweifache Ironman-Siegerin und schrieb ihre Doktorarbeit über die Geschichte der Frauen. 2017 gründete sie Feisty Media, „einen Zufluchtsort für kompromisslos fitte und mutige Frauen“, um frische und kraftvolle Stimmen im Triathlon und darüber hinaus zu feiern. Sara lebt in Victoria, British Columbia, mit ihrer Tochter Rosalee.

ÜBER FEISTY MEDIA

Feisty Media ist ein progressives Medienunternehmen, das sich an „kompromisslos fitte und mutige Frauen“ richtet. Gegründet im Jahr 2017 von Ironman-Siegerin Sara Gross, PhD, ist Feisty nun die Heimat von 8 Podcasts, einschließlich des IronWomen-Podcasts, Girls Gone Gravel und Hit Play Not Pause. Feisty bildet und unterhält die Massen täglich auf Insta und TikTok und veranstaltet mehrere Events wie den Women's Performance Summit und Feisty Menopause Summit.  

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