Doha, für Kate und Hayden
22. Dezember 2025 | 10 protokoll lesen
Doha kürte Hayden Wilde und Kate Waugh zu T100-Weltmeister:innen, als Abschluss einer Saison, die von Konstanz und Spitzenleistungen geprägt war.
Ein Jahr, in dem wir zu unseren Wurzeln zurückgekehrt sind, Schritte vorangemacht haben und gelernt haben, dass das Erreichen des Ziels lediglich ein Teil des Weges ist.
Dieses Jahr begann für uns nicht mit einem klaren Ziel vor Augen. Es begann eher mit einem Gefühl. Mit dieser schwer zu fassenden Vorahnung, die man hat, wenn man spürt, dass sich etwas in Bewegung setzt, auch wenn man noch nicht genau weiß, wohin. 2025 war kein Jahr der schnellen Antworten. Es war ein Jahr der Fragen, der langen Prozesse und der Entscheidungen, die fernab vom Trubel getroffen wurden.
Wir verbrachten viel Zeit im Wasser. Spürten seine beißende Kälte, seine ermüdende Wärme, waren geblendet von seiner glitzernden Oberfläche und tauchten in seine Tiefen hinab, die komplette Ruhe verlangt. Wir schwammen in Seen, im Meer, in gekachelten Pools und in tropischen Buchten, in kaltem wie in warmem Wasser. Wir liefen durch Berglandschaften, rollten durch urbane Betonwüsten, surften an Tagen mit sehr mittelmäßigen Wellen und atmeten tief durch, bevor wir zum Duckdive ansetzten. Alle diese Situationen erinnerten uns an das gleiche: Es geht nicht nur darum, anzukommen, sondern auch zu verstehen, wie und warum wir weitermachen.
Im Laufe des Jahres sind wir auf viele verschiedene Arten in Bewegung geblieben. Wir haben Freude am Unbequemen gefunden, uns dazu entschieden, jeden Tag 1 % besser zu werden, und uns getraut, uns Triathlet*innen zu nennen. Wir haben uns dieses Jahr erlaubt, zu unseren Wurzeln zurückzukehren, unsere Neugier wiederzuentdecken und uns ohne Drehbuch auf den Weg zu machen. Es war auch das Jahr jener, die auf allerhöchstem Niveau Wettkämpfe bestreiten und akzeptieren müssen, dass sich ihre Leistung nicht immer linear entwickelt und dass selbst die Besten mal schwierige Tage haben.
Überhaupt war der Wettkampf immer präsent, aber nie als isoliertes Ziel. Die T100 haben uns gelehrt, dass es keine Abkürzungen gibt, wenn die Saison lang ist und jede einzelne getroffene Entscheidungen zählt.
Vom ersten Startschuss bis zum Grand Final war jedes Rennen Teil eines großen Ganzen. Doha war eben nicht nur das Finale, sondern auch die Bestätigung, dass Beständigkeit, Geduld und Vertrauen in den Prozess nach wie vor die Grundlage für Spitzenleistungen sind. Zwei Weltmeister*innen überquerten schließlich erfolgreich die Ziellinie – aber hinter den eindrucksvollen Bildern standen Monate unsichtbarer Arbeit, voll unzähliger Anpassungen und sehr viel Durchhaltevermögen.

Es gab aber auch Momente, an denen es nicht darauf ankam, als Erste*r im Ziel zu sein. In Nizza wurde jenseits des Ergebnisses deutlich, wie wichtig es ist, rechtzeitig aufhören zu können. Denn Lernen ist nicht immer mit Siegen verbunden, und langfristiges Wachstum erfordert manchmal schwierige Entscheidungen.
Zwischen all dem gab es Geschichten, in denen es nicht um Ranglisten ging, sondern um die Verbundenheit mit der Welt um uns herum. Die Geschichten von denen, die im Meer Ruhe, innere Balance und einen Weg finden, ihre Gedanken zu sortieren. Die Geschichten von denen, die das Meer durch das Objektiv ihrer Kamera betrachten oder ganz ohne Eile auf die richtige Welle warten. Die Geschichten von denen, die ihre Ausrüstung nicht danach auswählen, wie schnell sie damit sind, sondern danach, wie lange sie damit bequem, sicher und ohne Einschränkungen im Wasser bleiben können.
Dieses Jahr hat uns auch daran erinnert, wer wir als Marke sind. Wir feiern unser 30-jähriges Bestehen, blicken mit Respekt auf die Vergangenheit und mit Ehrgeiz in die Zukunft. Wir bestärken unsere Entscheidung für eine Arbeitsweise, die Zeit verlangt, Handwerkskunst feiert und auf Langlebigkeit und Nachhaltigkeit großen Wert legt. Jede Innovation, jedes Kleidungsstück, jedes technische Detail macht nur dann Sinn, wenn es der Erfahrung, dem Erlebnis dient. Denn das Produkt ist nicht der Zweck, sondern vielmehr der treue Begleiter, der uns auf unseren Abenteuern zur Seite steht.

Das Jahr 2025 war ein Jahr voller Entscheidungen. Es ging darum, zu wissen, wann man Gas geben und wann man abwarten muss. Den Sommer genießen, ohne auf die Uhr zu schauen, und sich mit Vorbereitung und Umsicht auf den Winter einstellen. Zwischen Oberfläche und Tiefe.
Wir beenden das Jahr nicht mit einem Schlusspunkt. Wir beenden es mit beruhigender Gewissheit: Es gibt viele Wege, die wir einschlagen können, um weiter voranzukommen. Und solange wir weiterhin Freude am Wasser, an der Bewegung und an den Geschichten finden, die wir miteinander teilen, geht die Reise weiter.
Wir machen weiter.
22. Dezember 2025 | 10 protokoll lesen
Doha kürte Hayden Wilde und Kate Waugh zu T100-Weltmeister:innen, als Abschluss einer Saison, die von Konstanz und Spitzenleistungen geprägt war.
18. November 2025 | 7 protokoll lesen
Sechs Orca-Triathlet*innen nehmen an der Mitteldistanz-WM in Andalusien teil.
25. Juni 2025 | 10 protokoll lesen
Mit ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer inspirierenden Art, sowohl im Wettkampf als auch außerhalb, steht Kate Waugh für die Gegenwart und Zukunft e...