70.3-Weltmeisterschaft in Marbella
18. November 2025 | 7 protokoll lesen
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Doha kürte Hayden Wilde und Kate Waugh zu T100-Weltmeister:innen, als Abschluss einer Saison, die von Konstanz und Spitzenleistungen geprägt war.
Wir befinden uns in Katar, auf einer schnellen und anspruchsvollen Wettkampfstrecke – hier gipfelte die diesjährige T100 Triathlon World Tour in einem Grand Final, das keinen Raum für Zweifel ließ. Doha, letzte Station der Saison 2025, war der Ort, an dem alles seinen Sinn ergab.
Hier überquerten Hayden Wilde und Kate Waugh jeweils als Erste nach 100 Kilometern voller Entschlossenheit und Durchhaltevermögen die Ziellinie – und gewannen damit nicht nur das Rennen, sondern sicherten sich auch den WM-Titel in der World Tour.
Die T100 ist für diejenigen gedacht, die keine Kompromisse eingehen. Sie versammelt eine handverlesene Auswahl der besten Triathlet*innen der Welt und lässt sie in einem Format gegeneinander antreten, das absolut ausgewogene Fähigkeiten verlangt: fast 2 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren, 18 Kilometer Laufen. Diese Distanz verzeiht keine Schwächen und erlaubt kein Improvisieren. Wer hier antritt, muss in jeder Disziplin gleich überzeugen. Mit jedem Rennen wird die Rangliste neu geschrieben, bis schließlich im Grand Final um die entscheidenden Punkte gekämpft wird.
Doha war aber nicht nur die Endstation der Saison – die Wettkampfstrecke selbst setzte die Maßstäbe. Mit ihrer Auslegung auf Taktik, Aufholjagden und kalkulierte Attacken prägte sie das Renngeschehen. Das Schwimmen in der Bucht sortierte das Feld früh, die Radstrecke verleitete zu hohem Tempo, bestrafte aber jeden Fehler gnadenlos, und der abschließende Lauf verlangte präzisen Kräfteeinsatz.
Bei den Männern zeigte Hayden Wilde eine ebenso starke wie intelligente Vorstellung. Er baute seine Führung bereits beim Schwimmen aus, blieb in der Spitzengruppe und vermied unnötige Zeitverluste. Auf der Radstrecke arbeitete er sich stetig nach vorne, wohl wissend, dass die eigentliche Entscheidung erst später fallen würde. Er ging bereits als Führender auf die Laufstrecke und legte ein konstant hohes Tempo vor, mit dem er Runde für Runde seinen Vorsprung vergrößerte. Er überquerte die Ziellinie schließlich nach 3:06:08 und sicherte sich damit nicht nur den Sieg in Katar, sondern auch den Weltmeistertitel in der T100.

Dieser Sieg hat eine besondere Bedeutung. Haydens Saison stand zwar im Zeichen der Beständigkeit und mehrerer Siege, war aber auch geprägt durch die Überwindung eines Unfalls, der sein Rennjahr kurzzeitig unterbrochen hatte. Doha war daher der krönende Abschluss: die Bestätigung, dass konstante Leistung, Geduld und Vertrauen in den Prozess noch immer die Grundlage für Spitzenleistungen sind.
Das Rennen der Frauen war anders, knapper, aber nicht weniger anspruchsvoll. Kate Waugh gelang es die ganze Zeit über an der Spitze zu bleiben. Beim Schwimmen positionierte sie sich gut, beim Radfahren managte sie ihre Kräfte geschickt und vermied Fehler, und beim Laufen wartete sie dann auf ihren Moment. Als dieser gekommen war, nutzte sie ihn. Auf den letzten Kilometern legte sie das nötige Tempo vor, um als Erste in 3:31:30 die Ziellinie zu überqueren und ihren Triumph in Doha zu besiegeln.
Kate krönte sich mit diesem Ergebnis zur Siegerin der T100-Serie und beendete damit eine Saison, die von Beständigkeit geprägt war. Sie hatte das Jahr mit einem Sieg in Singapur begonnen und kam mit sehr guten Chancen nach Katar. Hier, wo der Druck am höchsten und ihr Vorsprung am geringsten war, zeigte sie trotzdem die gleiche Stärke, wie über die gesamte World Tour.

Dass zwei Athlet*innen von Orca im selben Grand Final den WM-Titel holten, war kein Zufall. Die T100 belohnt nicht nur Talent, sondern vor allem die Fähigkeit, Monate lang Bestleistungen abzurufen, am entscheidenden Tag körperlich und mental präsent zu sein – und auf jede Entscheidung zu vertrauen, die den Weg dorthin geebnet hat. In Doha haben Hayden Wilde und Kate Waugh genau das bewiesen.
Die T100-Saison 2025 endete mit einem klaren Statement: Zwei Weltmeister*innen, die in Katar als Erste ins Ziel kamen. Ein Finale, das zeigte: Es kommt auf das entscheidende Rennen an, aber genauso auf alles, was davor geschah – um dann zum Schluss triumphieren zu können.
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